Selbstfürsorge-Tipp von Christa Spannbauer:
Der Genuss des achtsamen Essens

Wir essen aus den verschiedensten Gründen und erstaunlicherweise haben die wenigsten damit zu tun, dass wir hungrig sind. Oft versuchen wir, uns durch Essen fehlende emotionale Zuwendung zu holen. Oder wir essen, um uns für Stresszeiten und lange Arbeitstage zu belohnen. „Das habe ich mir jetzt echt verdient“, sagen wir und ziehen uns in der Hoffnung, uns hinterher glücklicher zu fühlen, mit der Pralinenschachtel aufs Sofa zurück. Wir alle kennen ihn, den Hunger nach guten Gefühlen, nach Nähe, Anerkennung, Wärme und Liebe. Doch keine Praline der Welt vermag ihn zu stillen. Worum es also geht, ist zu unterscheiden, wann unser Körper Hunger hat und wann unsere Seele nach Trost ruft.

Vertraue hierfür Deinem Körper und frage ihn, was er wirklich braucht und wonach es ihn verlangt. Wenn Du Dich mit Fast Food vollstopfst, kannst Du ziemlich sicher davon ausgehen, dass es Dir an emotionaler Zuwendung mangelt. Und wenn etwas in Dir ständig nach Süßigkeiten schreit, versucht sich wahrscheinlich Dein inneres Kind Gehör zu verschaffen, dem Du schon längere Zeit keine Beachtung mehr geschenkt hast. Spüre aufmerksam in Dich hinein, wann Dich der ‚Magenhunger‘ und wann der ‚Herzhunger‘ zum Essen antreibt. Beobachte dabei, ob Du gerade isst, weil Du wirklich hungrig bist, oder weil Du Dich einsam, gestresst oder gefrustet fühlst. Je besser Du dies unterscheiden kannst, desto mehr Wahlmöglichkeiten eröffnen sich Dir. Dann entscheidest Du Dich vielleicht dafür, Deine beste Freundin anzurufen und ihr zu erzählen, was Dir auf dem Herzen liegt, anstatt den Kühlschrank zu plündern. Oder Du machst einen Spaziergang zur Entspannung, anstatt die Chipstüte vor dem Fernseher zu leeren. Durch Achtsamkeit können wir unserem Herzhunger Alternativen anbieten, die weit gesünder und erfüllender sind als Schokolade und Chips.

Buchtipp: Christa Spannbauer: Sei gut zu dir! Die Kunst der Selbstliebe. Verlag Herder, 2016.

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