Gute Laune aus dem Darm
Der Vagus-Nerv macht´s möglich!

Oft haben wir das Gefühl, nicht ganz bei uns zu sein. Wir haben das Gefühl, dass Kopf, Herz und Bauch nicht miteinander verbunden sind – nicht im Gleichgewicht sind. Wenn Du wieder zu Dir selber finden möchtest, dann probiere doch mal, Deinen Vagus-Nerv zu aktivieren. Der Vagus-Nerv ist ein wahrer Allrounder im Körper und steuert unser Glücksempfinden, denn über den Vagus-Nerv können wir unser Glücksgefühl selbst aktiv beeinflussen. Aktivieren wir diesen Nerv, versetzen uns die Hormone des vegetativen Nervensystems in eine glückliche Stimmung. Das geht zum Beispiel über unsere Atmung.

Schon gewusst?

Der Vagus-Nerv (lat. vagus = umherwandernd) ist der zehnte Gehirnnerv. Er verläuft vom Hirnstamm am Hals entlang durch den Brustkorb zum Herzen und von dort aus weiter in das Herz und weiter in die Bauch- und Verdauungsorgane. Er ist unzählig verästelt und gilt als wichtigstes Bindeglied zwischen Geist und Körper. Der Vagus-Nerv ist wie eine Kommunikationszentrale, die Informationen von unserem Gehirn ans Herz und an den Bauch weitergibt. Als größter Nerv des Parasympathikus, also des Bereiches des vegetativen Nervensystems, das für Entspannung und Regeneration zuständig ist, bewirkt der Vagus-Nerv u. a. die Verlangsamung des Herzschlages. Auch für die Ausschüttung von Verdauungsenzymen ist er zuständig und er sorgt sich um die Darmperistaltik – er leitet also die Nahrung im Verdauungssystem weiter. Du kannst Dir also lebhaft vorstellen, dass eine Einschränkung der Funktion des Vagus-Nerv-Systems gravierende Auswirkungen auf den gesamten Körper haben kann.

Doch wie aktiviert man den Vagus-Nerv?

Übung zur Aktivierung

1. Stelle Dich mit dem Rücken aufrecht gegen eine Wand. Ziehe dabei die Schulterblätter zusammen – den Brustkorb lasse dabei offen. Richte die Augen nach vorne.
2. Nun klemme eine Nackenrolle, ein eingerolltes Handtuch oder einen weichen Ball zwischen Kopf und Wand, aber mach alles leicht, ohne dass Druck entsteht.
3. Versuche jetzt den Druck leicht zu erhöhen, indem Du nur eine kleine horizontale Kopfbewegung nach hinten machst. Der Kopf wird dabei nicht gesenkt. Hals, Nacken und Rücken bleiben ruhig – es entsteht jetzt ein kleines Doppelkinn.
4. Halte den sanften Druck nun 20 bis 30 Sekunden.
5. Mache diese Übung jeden Tag – auch gerne mehrmals täglich

Durch diese kleine Übung bewirkst Du eine Streckung des Nackens, insbesondere Deiner Nackenmuskulatur. Man kann diese Übung mit einem leichten Ausdauertraining kombinieren, welches körperlichen und seelischen Problemen zusätzlich entgegenwirkt.

Tagestipp zum Vagus-Training

Der „AWE“-Ton:

Diese Übung solltest Du immer dann machen, wenn Du das Gefühl hast, mehr Entspannung für Dich zu brauchen – und Du nach einem langen Tag wieder „runterkommen“ möchtest, zum Beispiel kurz vor dem Schlafengehen. Durch das Tönen werden die Zunge, der Kehlkopf und der Mundbereich aktiviert und die Vibration des Tönens führt im Bindegewebe zu einer Tiefenentspannung:

Suche Dir einen ruhigen Platz und setze Dich bequem aufrecht auf ein Meditations-Kissen, schließe die Augen und nimm bewusst Deinen Atem wahr. Du atmest ein und aus in Deinem ganz eigenen Tempo. Nimm die Bewegung Deines Atems in Deiner Wirbelsäule wahr. Vielleicht bewegt sie sich leicht beim Ein- oder Ausatmen oder leichte Verspannungen lösen sich. Spüre, wie Du auf dem Kissen sitzt und an welchen Stellen Dein Gesäß Kontakt mit dem Boden aufnimmt. Deine Schultern sind entspannt, Deine Stirn ist glatt, Dein Kiefer ist locker. Atme nun mit der Nase ein und mit dem Mund aus. Nimm beim Einatmen einen kleinen Glottis-Ton wahr, der in der Kehle gebildet wird. Als „Glottis“ bezeichnet man in der Anatomie den stimmbildenden Apparat, sie bildet einen Teil des Kehlkopfes (das ist der Teil, der manchmal beim Gähnen knackt). Es ist ein kaum zu hörendes langes „Aaaah“ – und entsteht, wenn wir tief aus der Kehle ausatmen. Den Hinterkopf verschieben wir leicht in Richtung Zimmerdecke und stellen uns vor, wie sich der Kopf leicht vom Atlas, dem obersten Halswirbel, löst. Das ist sehr wichtig, denn häufig sind die Hinterhauptmuskeln sehr anfällig für Stress. Jetzt kannst Du Dich entspannen. Zwischen den obersten Halswirbeln Atlas und Axis entsteht mehr Raum, so dass die biochemischen Abläufe innerhalb unseres Organismus freier und aktiver stattfinden können.

Wie hilft der Vagus-Nerv bei Stress und Burnout?

Als parasympathischer Nerv wirkt der Vagus-Nerv dämpfend und entspannend auf unseren Körper. Wenn der Vagus-Nerv ungehindert seine Arbeit im Körper tut, sorgt er dafür, dass wir uns erholt fühlen. So kommen wir erst gar nicht in die Erschöpfung.

Probiere es einfach mal aus! Du wirst positiv überrascht sein.

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