Arthrose – endlich schmerzfrei mit Naturstoffen

Interview mit Prof. Dr. rer. nat. Michaela Döll

„Da kann man nichts machen“ – das bekommen Arthrosepatienten oft zu hören. Ist das wirklich so, Frau Prof. Dr. Döll?

Nein, ganz so ist es nicht. In der Naturheilkunde setzt man z. B. gut verträgliche Naturstoffe wie Glucosamin- und Chondroitinsalze ein, die einer weiteren Abnutzung des Knorpels entgegenwirken können. Sie regen die Knorpelzellen zur Produktion von Kollagen an und fördern die Elastizität und die Spannkraft des Knorpels. Wichtig ist hier die gleichzeitige Aufnahme des Spurenelementes Mangan, denn ohne diesen Mikronährstoff können die Knorpelstoffe nicht eingebaut werden. Auch eine hohe Dosierung der beiden Knorpelstoffe (Glucosaminhydrochlorid: mindestens 1500 mg/Tag, Chondroitinsulfat: 1200 mg/Tag) ist wichtig, um eine gute Wirkung erzielen zu können. Sinnvoll ist die Kombination aus Glucosaminhydrochlorid, Mangan, Chondroitinsulfat und Hyaluronsäure.

Was kann man gegen Schmerzen und Entzündungen tun? Gibt es da auch Hilfe aus der Natur?

Ja, in den USA hat man hier seit Jahrzehnten gute Erfahrungen mit einem schwefelhaltigen Naturstoff (MSM) gemacht. Methylsulfonylmethan (MSM) wirkt schmerzstillend, abschwellend auf Gelenkergüsse, entzündungshemmend und muskelentspannend. Der Arzt und Leiter der Portland-Klinik, Professor Dr. Stanley W. Jacob, (USA) schreibt in seinem Buch über MSM: „Tausenden von Menschen, jung und alt, mit verschiedenen chronischen Schmerzzuständen, die oft mit letzter Hoffnung, nach vielen vergeblichen medizinischen Behandlungsregimen zu uns in die Portland-Klinik kamen, konnte mit MSM geholfen werden“. In Bezug auf Entzündungsprozesse sind vor allem Brennnessel- und Hagebuttenextrakt zu nennen. Brennnesselkraut bremst Enzyme aus, die den Knorpelabbau weiter vorantreiben können. Hagebuttenextrakt ist bekannt für seine entzündungshemmenden bioaktiven Pflanzeninhaltsstoffe. Zu beachten ist, dass nicht nur der Knorpel (Glucosamin, Chondroitin), sondern auch das umliegende Bindegewebe (Mangan), die Muskeln (Vitamin D) und die Knochen (Vitamin D) auf eine ausreichende Versorgung angewiesen sind. Daher ist die Kombination aus all diesen Stoffen besonders empfehlenswert.

Das könnte Dich auch interessieren

Stresserkrankung – Persönliche Faktoren in der Entwicklung

Stresserkrankung – Persönliche Faktoren in der Entwicklung

Individuelle, persönliche Faktoren bestimmen die Entwicklung von Stresserkrankungen bis hin zum Burnout. Dr. ... mehr lesen

Schwermetallbelastung – EDTA-Chelat-Therapie und DMSA

Schwermetallbelastung – EDTA-Chelat-Therapie und DMSA

Ein Besuch in einem gut sortierten Supermarkt ist doch heute eine Augenweide: Glänzendes Obst, wohl sortiertes ... mehr lesen

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren

Fast jeder hat ihren Namen irgendwann schon einmal gehört, aber kaum jemand kennt ihre wahren Qualitäten und ... mehr lesen

Schlafstörung – Wodurch entstehen Einschlafstörungen?

Schlafstörung – Wodurch entstehen Einschlafstörungen?

Es gibt mehrere Faktoren, die uns nicht einschlafen lassen. Professor Dr. Birkmayer, Humanmediziner und ... mehr lesen

Kooperationspartner          Kontakt          Impressum          Datenschutz