Vitalpilz – Auricularia:
Der Vitalpilz für die Blutgefäße

Der bei uns auch “Judasohr” (Auricularia judae; jap.: Kikurage; chin.: Mu-Err) genannte Pilz Auricularia gilt als einer der ältesten Speisepilze und hat eine nahezu weltweite Verbreitung. Auch in Deutschland wächst er auf absterbenden Holundersträuchern, Buchen und Robinien. Sein langweiliger Geschmack ist nicht jedermanns Sache, doch dank seiner gallertartigen Konsistenz eignet er sich hervorragend zum Andicken von Soßen. Berichte lassen darauf schließen, dass der Pilz bereits vor etwa 1.500 Jahren in China gezüchtet wurde, um den dortigen großen Bedarf zu decken. Heute wird der Pilz, der seinen deutschen Namen Judasohr der außergewöhnlichen Form verdankt, vor allem in Taiwan angebaut. Dieser Pilz ist besonders reich an Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor, Silicium und Vitamin B1.

Auricularia weist besonders positive Wirkungen im Bereich des Blutgefäßsystems auf, was möglicherweise mit dem relativ hohen Gehalt an Magnesium und Kalium in Verbindung gebracht werden kann. Der Auricularia verbessert die Fließeigenschaften des Blutes. Er vermag die Bildung von Blutgerinnseln zu verhindern und fördert die Durchblutung. Dieser Vitalpilz kann daher als natürliche Alternative zu Blutverdünnern eingesetzt werden. Thrombosen können verhindert und es kann möglicherweise einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorgebeugt werden. Dies ist vor allem bei bereits bestehender Arteriosklerose von Bedeutung. Das Judasohr kann unterstützend auch erhöhten Blutdruck normalisieren. Eine positive Beeinflussung des Kohlehydratestoffwechsels durch das Judasohr ist ebenso bekannt, da die Glukoseverwertung verbessert wird und dadurch eine Senkung des Blutzuckerspiegels möglich ist.

Auricularia beugt auch der sog. „Schaufensterkrankheit“ vor: Bei diesem, medizinisch als periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) bezeichneten Leiden kommt es infolge mangelnder Durchblutung bei Belastung zu starken Schmerzen in den Beinen, vor allem beim Gehen. Hier stärkt der Auricularia die Gefäße und fördert ihre verbesserte Durchblutung. Der große Vorteil des Auricularia ist dabei, dass er das Kollagen der Adern nicht angreift, so dass die Gefahr von inneren Blutungen gebannt ist. Auch bei Krampfaderleiden ist Auricularia sehr zu empfehlen. Die Regulation der Durchblutung durch den Vitalpilz Auricularia wirkt sich auch positiv bei Migräne und Tinnitus aus. Durch seine sehr gute Wirkung auf die Fließeigenschaft des Blutes verhindert er Blutausscheidungen im Harn, blutende Hämorrhoiden sowie Uterusblutungen. Da er befeuchtend wirkt und bei Schleimhautentzündungen eine lindernde Wirkung hat, stärkt der Auricularia auch die Schleimhäute. Somit ist er hilfreich bei Verstopfung, trockenem Husten, Blasenentzündungen sowie Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen.

Auricularia wirkt immunstabilisierend, antioxidativ, stimuliert bei Bedarf die Leukozytenbildung, hemmt die Blutgerinnung durch Thrombozytenaggregationshemmung, fördert die Durchblutung, hemmt Entzündungen (z. B. bei Prostatitis) und Thrombose-Embolie und gilt als Herzinfarkt- und Schlaganfallprophylaxe. Er kann bei Rauchern und Frauen, die Antikonzeptiva oder Hormonpräparate einnehmen, vor Thrombosen schützen. Außerdem wird er als Thrombose-Schutz bei Langstreckenflügen empfohlen.

Anwendungsbereiche

  • Durchblutungsförderung, zum Beispiel bei Arteriosklerose
  • Blutdruckregulierung
  • Blutgerinnungshemmung (Thrombose-/Embolien-/Herzinfarkt-/Schlaganfall-Prophylaxe)
  • Venenerkrankungen, Thrombophlebitis
  • Gefäßschutz
  • Stärkung der körpereigenen Abwehr
  • Apoplexprophylaxe
  • Arteriosklerose
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Tinnitus
  • Prostataerkrankungen
  • unspezifische Entzündungen
  • Hauterkrankungen, Haarverlust
  • Kopfschmerzen (Auricularia gemeinsam mit Shitake)
  • Unterstützung der Heilung von Haut- und Augenentzündungen

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