Vitalpilz – Coprinus cornatus:
Das „Anti-Zucker-Wunder“
Der Coprinus cornatus, auch Schopftintling oder Spargelpilz und in China Mao Gui Tou San genannt, wächst auch in unseren Breiten. Weitere Namen für den Verwandten unseres Champignons sind Porzellantintling oder Tintenpilz. Außer in Europa ist der Spargelpilz auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel heimisch – so auch in Asien. Dort siedelt er vor allem auf Wiesen und an Wegrändern. Zu Beginn ist der Hut außen fast ganz weiß. Im Laufe der Zeit löst er sich von selbst auf, indem er eine tintenartige Flüssigkeit zu Boden tropfen lässt. Das erklärt auch Namen wie Porzellantintling oder Tintenpilz. Die in der abtropfenden dunklen Flüssigkeit enthaltenen Pilzsporen sorgen für die Vermehrung und Verbreitung des Vitalpilzes.
Als junger Pilz ist er ein vorzüglicher Speisepilz, dessen Aussehen und Geschmack an Spargel erinnert. Und ähnlich wie der Spargel in jedem Frühjahr Feinschmeckerherzen höherschlagen lässt, ist auch der Spargelpilz mit seiner zarten Konsistenz und seinem milden Aroma eine Gaumenfreude. Dass dieser ausgezeichnete Speisepilz dennoch selten auf unseren Tellern landet, ist vor allem seiner sehr begrenzten Haltbarkeit geschuldet. Selbst junge Exemplare des Spargelpilzes zerfließen bald nach der Ernte tintig und werden dadurch ungenießbar. Daher muss er unbedingt frisch zubereitet werden und kann nicht gelagert werden. Wer dennoch Coprinus zu sich nehmen möchte, kann z. B. auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen.
Wegen seiner hochwertigen Inhaltsstoffe wird er in Asien sehr geschätzt. Er besitzt einen sehr hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß (Aminosäuren), der bis zu 30 % beträgt. Er enthält 20 Aminosäuren, darunter alle 8 essentiellen Aminosäuren, die für den Körper lebensnotwendig sind, jedoch nicht von ihm selbst hergestellt werden können. Diese müssen dem Körper regelmäßig zugeführt werden. Weitere Nährstoffe sind Kalium, Magnesium, Eisen, Kalzium, Mangan, Kupfer, Niacin, Thiamin und Riboflavin. Darüber hinaus enthält dieser Vitalpilz Lektine.
Coprinus cornatus wirkt vor allem regulierend auf den Blutzuckerspiegel und verbessert die Durchblutung. Diese Eigenschaften können bei Diabetes II eine hilfreiche Unterstützung bieten. Ebenso kann er die Verdauung unterstützen. Erste Studien zu seiner Blutzucker-senkenden Wirkung fanden bereits 1934 statt. Haupteinsatzgebiet des getrockneten Pulvers ist daher der Diabetes. Der Coprinus reguliert den Blutzuckerspiegel, wirkt auf Entzündungen hemmend und kann vor allem die Auswirkungen von diabetischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern.
Coprinus hat eine Schutzwirkung auf die „Langerhansschen Inseln“ (Zellen, die in der Bauchspeicheldrüse Hormone produzieren, z. B. Insulin). In Versuchen konnte gezeigt werden, dass sich eineinhalb Stunden, nachdem das Pilzpulver verabreicht wird, der Blutzuckergehalt um 41 % verringert. Drei Stunden nach der Behandlung liegt er immer noch 31 % niedriger. Selbst sechs Stunden später enthält das Blut immer noch 20 % weniger Zucker als ohne Pilzeinnahme.
Anwendungsbereiche
- Diabetes (Blutzuckersenkung bei Diabetes I und II)
- Unterstützung der Bauchspeicheldrüse
- Arteriosklerose, Durchblutungsstörungen
- Verdauungsprobleme und Hämorrhoiden
- Darmflorastörungen
- Sarkomen (Geschwülste des Binde- und Stützgewebes)
- Hemmung des Ehrlichschen Karzinoms
- Entzündungen
- Herzinfarkt, Herzkranzgefäßerkrankungen, Herzrhythmusstörung
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